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Goma: 350 Tonnen Coltan auf dem Weg nach Ruanda beschlagnahmt
Die Sicherheitsdienste der Stadt Goma, der Provinzhauptstadt Nord-Kivus, haben am Samstag, den 24. August, 350 Kilogramm Coltan-Erz abgefangen, welches auf dem Weg nach Ruanda war. Laut dem Bürgermeister von Goma, Oberkommissar Faustin Kapend Kamand, besteht ein kriminelles Netzwerk, das zwischen den von der M23/RDF kontrollierten Gebieten und Ruanda operiert und über Goma abgewickelt wird.
Die Stadtverwaltung von Goma, unterstützt durch die Nationale Nachrichtenagentur (ANR), hat sieben Pakete mit Coltan im Viertel Katoyi sichergestellt. Kamand kritisiert, dass sich Kriminelle durch den illegalen Handel bereichern und damit den Konflikt weiter anheizen. Er sieht die Beschlagnahmung als weiteren Beweis dafür, dass der Krieg im Osten der Demokratischen Republik Kongo ein Vorwand für die Plünderung der wirtschaftlichen Ressourcen des Landes sei.
Der vollständige Artikel ist bei Radio Okapi unter dem Titel "Goma: saisie de 350 de coltan à destination du Rwanda" auf Französisch zu lesen.