Vertreter*innen von MSF warnen vor zunehmender sexueller Gewalt in den Vertriebenenlagern im Osten der DR Kongo. Trotz dringendem Bedarf werden die Hilfsfinanzierungen weniger.
UN-Abteilungsleiter für Friedensmissionen, Jean-Pierre Lacroix, fordert alle Akteur*innen zur Einhaltung des Waffenstillstands in der DR Kongo auf und betont die Bedeutung bedingungsloser Entwaffnung.
In der Ortschaft Kalehe in der Provinz Süd-Kivu starben bei einem Bombenangriff, welcher der M23 zugeschrieben wird, drei Männer, drei Frauen und ein Kind.
In der DR Kongo gehen vier Tage nach der Bombardierung eines Vertriebenenlagers in der Nähe der Stadt Goma, bei der mehr als 15 Menschen getötet wurden, die Verurteilungen weiter.
Die starke Präsenz der M23-Miliz hat dazu geführt, dass sich die kongolesische Armee und die Wazalendo-Milizen nach Goma zurückgezogen haben, wo es immer wieder zu immer Zwischenfällen kommt.
Die Truppen der Southern African Development Community sind in Goma und Umgebung stationiert, während die von Ruanda unterstützte M23-Miliz in der Provinz Nord-Kivu immer Boden mehr gewinnen.
Internationale Diplomat*innen zeigen sich besorgt, dass sich der Konflikt im Osten der DR Kongo und Ruanda, in den inzwischen mehrere Länder Subsahara-Afrikas involviert sind, regional ausweiten könnte.
Die Kämpfe in der kongolesischen Provinz Nord-Kivu haben tausende Menschen vertrieben und neue Proteste ausgelöst. Viele geben den Vereinten Nationen und westlichen Mächten die Schuld an der schwierigen Lage.
In einer Sitzung verurteilt der UN-Sicherheitsrat die Offensive der M23-Miliz im Osten der DR Kongo und zeigt sich insgesamt sehr besorgt über eine neue "Eskalation der Gewalt" in der Region.
Während seiner Präsidentschaftskampagnen hat Tshisekedi versprochen, die Unruhen im Osten der DR Kongo zu bekämpfen, sich für Frieden zu einzusetzen und die Beziehungen mit Ruanda zu verbessern.
Die Kongoles*innen werden am Mittwoch, den 20. Dezember, zu den Wahlurnen gerufen, während ein Teil des Landes von bewaffneten Gruppen heimgesucht wird und in Angst vor einem regionalen Flächenbrand lebt.